FDH Zur Startseite

Nutzungsbedingungen

einschließlich Auftragsverarbeitungsvertrag (Anlage 1) · Stand: 2026-07-26

§ 1 Geltungsbereich und Vertragspartner

Diese Nutzungsbedingungen gelten für die Nutzung der Plattform „FDH – Fingerabdruck des Handwerks“ (nachfolgend „Plattform“), betrieben von Steve Bruns, Löningerstraße 23, 49661 Cloppenburg (nachfolgend „Anbieter“). Vertragspartner ist der registrierte Nutzer, in der Regel ein Handwerksbetrieb oder eine Hausverwaltung (nachfolgend „Nutzer“).

Die Plattform richtet sich an Unternehmer im Sinne des § 14 BGB. Eigentümer, Mieter und Servicetechniker, die per QR-Code oder Einladung auf Inhalte zugreifen, sind keine Vertragspartner dieser Bedingungen; für sie gilt ausschließlich die Datenschutzerklärung.

§ 2 Leistungsbeschreibung

Die Plattform ermöglicht die digitale Dokumentation handwerklicher Leistungen: Verwaltung von Projekten, Objekten und Räumen, Erfassung von Komponenten und Materialien, Ablage von Fotos und Dokumenten sowie die Erzeugung von QR-Codes, über die hinterlegte Informationen abrufbar sind.

Die Plattform befindet sich in aktiver Entwicklung. Der Anbieter bemüht sich um eine hohe Verfügbarkeit, schuldet jedoch keine bestimmte Verfügbarkeitsquote. Wartungsfenster, Weiterentwicklungen und Änderungen des Funktionsumfangs bleiben vorbehalten, soweit sie den Vertragszweck nicht gefährden.

Nutzungsanalyse zur Weiterentwicklung: Um die Plattform bedarfsgerecht gestalten, stabil betreiben und kontinuierlich weiterentwickeln zu können, führt der Anbieter eine Nutzungsanalyse und Fehlererkennung mittels eines selbst gehosteten, datenschutzfreundlichen Tools (Umami) inklusive Session-Recording durch. Da der Anbieter zur Fortentwicklung der noch jungen Plattform auf dieses Feedback angewiesen ist und auf das Tracking durch große Drittanbieter-Netzwerke verzichtet, erfolgt diese Analyse auf Grundlage berechtigter Interessen. Durch die Registrierung und Nutzung der Plattform erklärt sich der Nutzer hiermit einverstanden (ein separater Cookie-Banner ist nicht erforderlich). Die Erfassung kann über die „Do Not Track“-Einstellung des Browsers deaktiviert werden.

§ 3 Registrierung und Zugangsdaten

Die Registrierung erfordert wahrheitsgemäße Angaben. Zugangsdaten sind geheim zu halten und vor dem Zugriff Dritter zu schützen. Der Nutzer informiert den Anbieter unverzüglich, wenn Anhaltspunkte für einen Missbrauch seines Kontos bestehen.

§ 4 Veröffentlichung per QR-Code

Über QR-Codes bzw. Freigabe-Links erreichbare Seiten sind ohne Anmeldung weltweit abrufbar.

Der Nutzer entscheidet allein, welche Inhalte (Fotos, Dokumente, Materiallisten, Adressdaten) er über einen QR-Code bzw. Freigabe-Link zugänglich macht. Er ist datenschutzrechtlich Verantwortlicher im Sinne des Art. 4 Nr. 7 DSGVO für diese Veröffentlichung und stellt sicher, dass für alle darin enthaltenen personenbezogenen Daten Dritter (z. B. Kunden, Eigentümer, Mieter, abgebildete Personen) eine Rechtsgrundlage nach Art. 6 DSGVO besteht.

Der Anbieter prüft die vom Nutzer eingestellten Inhalte nicht. Er wird bei begründeten Hinweisen auf Rechtsverletzungen betroffene Inhalte oder Freigabe-Links sperren (Notice-and-Takedown). Meldungen an: stevebruns@hotmail.de.

§ 5 Pflichten des Nutzers, unzulässige Inhalte

Der Nutzer sichert zu, dass er

  • nur Inhalte einstellt und veröffentlicht, zu deren Verarbeitung und Veröffentlichung er berechtigt ist (insbesondere DSGVO-Rechtsgrundlage und urheberrechtliche Nutzungsrechte, z. B. an Grundrissen und Fotos);
  • keine rechtswidrigen, beleidigenden oder gegen Rechte Dritter verstoßenden Inhalte einstellt;
  • personenbezogene Daten Dritter nur im erforderlichen Umfang erfasst (Grundsatz der Datenminimierung) und Betroffene nach Art. 13/14 DSGVO informiert, soweit er dazu verpflichtet ist.

§ 6 Freistellung

Der Nutzer stellt den Anbieter von allen Ansprüchen Dritter frei — einschließlich der angemessenen Kosten der Rechtsverteidigung —, die auf einer Verletzung der Pflichten aus § 4 oder § 5 durch den Nutzer beruhen, es sei denn, der Nutzer hat die Pflichtverletzung nicht zu vertreten.

§ 7 Haftung des Anbieters

Der Anbieter haftet unbeschränkt für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit sowie bei Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit. Bei einfacher Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur für die Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten), begrenzt auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden. Die Haftung nach dem Produkthaftungsgesetz bleibt unberührt.

§ 8 Datenexport, Laufzeit, Kündigung

Der Vertrag läuft auf unbestimmte Zeit und kann von beiden Seiten jederzeit ohne Frist gekündigt werden (Konto-Löschung). Der Nutzer kann seine Daten vor Vertragsende exportieren. Nach Vertragsende werden die vom Nutzer eingestellten Daten gemäß Anlage 1 Ziff. 8 gelöscht.

§ 9 Schlussbestimmungen

Es gilt deutsches Recht. Änderungen dieser Bedingungen werden dem Nutzer in Textform angekündigt; widerspricht er nicht innerhalb von sechs Wochen, gelten sie als angenommen — hierauf wird in der Ankündigung gesondert hingewiesen. Sollten einzelne Bestimmungen unwirksam sein, bleibt der Vertrag im Übrigen wirksam.

Anlage 1: Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV)

Vereinbarung nach Art. 28 Abs. 3 DSGVO zwischen dem Nutzer (Verantwortlicher) und dem Anbieter (Auftragsverarbeiter). Diese Anlage ist integraler Bestandteil der Nutzungsbedingungen und wird mit deren Annahme in elektronischem Format (Art. 28 Abs. 9 DSGVO) geschlossen.

1. Gegenstand, Dauer, Art und Zweck

Gegenstand ist das Hosten, Speichern und Bereitstellen der vom Verantwortlichen in die Plattform eingestellten Daten (Dokumentation handwerklicher Leistungen). Die Dauer entspricht der Laufzeit der Nutzungsbedingungen.

2. Datenarten und Kategorien betroffener Personen

  • Datenarten: Kontakt- und Adressdaten, Objekt- und Auftragsdaten, Fotos (ggf. mit GPS-Metadaten), Dokumente (z. B. Rechnungen, Protokolle, Prüfberichte), Kommunikationsdaten.
  • Betroffene: Kunden des Verantwortlichen, Eigentümer, Mieter, Mitarbeiter des Verantwortlichen, sonstige auf Fotos oder in Dokumenten erkennbare Personen.

3. Weisungsbindung

Der Auftragsverarbeiter verarbeitet die Daten ausschließlich auf dokumentierte Weisung des Verantwortlichen. Weisungen werden regelmäßig durch die Nutzung der Plattformfunktionen erteilt (Anlegen, Ändern, Freigeben, Löschen von Inhalten). Hält der Auftragsverarbeiter eine Weisung für rechtswidrig, informiert er den Verantwortlichen unverzüglich.

4. Vertraulichkeit

Mit der Verarbeitung befasste Personen sind zur Vertraulichkeit verpflichtet (Art. 28 Abs. 3 lit. b DSGVO).

5. Technische und organisatorische Maßnahmen (Art. 32 DSGVO)

Der Auftragsverarbeiter trifft insbesondere folgende Maßnahmen (Anlage 2):

  • Hosting auf dediziertem Server in einem Rechenzentrum in Österreich (EU)
  • Transportverschlüsselung (TLS) für sämtliche Verbindungen
  • Zugriffskontrolle über rollenbasierte Berechtigungen und httpOnly-Session-Cookies
  • Passwort-Speicherung ausschließlich als Hash
  • Dokumentiertes Sicherungs- und Wiederherstellungsverfahren; Sicherungsintervalle und Wiederherstellungstests werden im Betriebskonzept nachgehalten
  • Grundsatz der Datenminimierung; Nutzung eines selbst gehosteten, datenschutzfreundlichen Analysetools (Umami) mit Session-Recording auf Basis berechtigter Interessen zur Systemoptimierung; kein Drittanbieter-Werbe-Tracking

6. Subunternehmer (Anlage 3)

Der Verantwortliche erteilt die allgemeine Genehmigung zum Einsatz der in Anlage 3 genannten Subunternehmer. Der Auftragsverarbeiter informiert über beabsichtigte Änderungen; der Verantwortliche kann aus wichtigem Grund widersprechen. Derzeit eingesetzt:

Netcup GmbH

Daimlerstraße 9a, 76185 Karlsruhe, Deutschland

Leistung: Server-Hosting · Datenstandort: Wien, Österreich (EU)

7. Unterstützungspflichten

Der Auftragsverarbeiter unterstützt den Verantwortlichen im Rahmen des Möglichen bei der Erfüllung von Betroffenenrechten (Art. 12–23 DSGVO), insbesondere durch Export-, Berichtigungs- und Löschfunktionen, sowie bei den Pflichten aus Art. 32–36 DSGVO. Verletzungen des Schutzes personenbezogener Daten meldet er dem Verantwortlichen unverzüglich.

8. Löschung und Rückgabe

Nach Beendigung des Vertrags löscht der Auftragsverarbeiter die eingestellten Daten binnen 90 Tagen, sofern keine gesetzliche Aufbewahrungspflicht entgegensteht. Zuvor kann der Verantwortliche seine Daten exportieren. Noch vorhandene Sicherungsstände werden nach dem jeweils dokumentierten Sicherungs- und Löschkonzept überschrieben oder gelöscht.

9. Nachweise und Kontrollen

Der Auftragsverarbeiter stellt dem Verantwortlichen alle erforderlichen Informationen zum Nachweis der Einhaltung dieser Vereinbarung zur Verfügung. Kontrollrechte werden in der Regel durch Vorlage geeigneter Dokumentation (TOM-Beschreibung, ggf. Zertifikate) erfüllt; Vor-Ort-Kontrollen erfolgen nach Ankündigung und in angemessenem Umfang.